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Veranstaltungen und Mediathek

Immer informiert: Der aktuelle Literaturhaus-Flyer

Auch zu finden im Literaturhaus Heilbronn oder der Tourist-Info Heilbronn

Sternchenthemen:

Vorträge zu den Pflichtlektüren im Deutschabitur

 

19 Uhr Literaturhaus

!!Die ursprünglich für den 29. Januar geplante Lesung mit Deniz Utlu findet am Donnerstag, 06. Juni, 19 Uhr im Literaturhaus statt!!

Yunus ist dreizehn Jahre alt, als sein Vater zwei Schlaganfälle erleidet und fortan nahezu vollständig gelähmt ist. Die Kommunikation ist nur noch über Augenbewegungen möglich. Zehn Jahre wird er von Yunus‘ Mutter gepflegt, erst in einem Heim, dann zu Hause, bevor er stirbt. Yunus, der bereits aus der elterlichen Wohnung ausgezogen ist, ruft sich immer wieder Bilder aus seiner Kindheit wach: Erlebnisse und Gespräch mit dem Vater, die sich zusammenfügen zu dem warmherzigen Porträt eines Mannes, der mit lauter Stimme lachte oder auf Arabisch fluchte, der häufig abwesend und leicht reizbar war und der einst aus Mardin nahe der türkisch-syrischen Grenze nach Istanbul ging, dort den Militärputsch miterlebte und schließlich mit einem Frachtschiff nach Deutschland kam.

„Vaters Meer“ erzählt von einem Schicksalsschlag, der eine ganze Familie trifft, von einer Vater-Sohn-Beziehung, die abrupt endet, von Migration und Zugehörigkeit. Ein Roman, der von der Kraft des Erzählens zeugt – die dann am deutlichsten wird, wenn die Sprache das Letzte ist, was einem bleibt.

Ausgezeichnet mit dem Bayerischer Buchpreis 2023 und nominiert für den Wilhelm Raabe-Literaturpreis 2023.

DENIZ UTLU, geboren 1983 in Hannover, studierte Volkswirtschaftslehre in Berlin und Paris. Von 2003 bis 2014 gab er das Kultur- und Gesellschaftsmagazin „freitext“ heraus. Sein Debütroman, „Die Ungehaltenen“, erschien 2014 und wurde 2015 im Maxim Gorki Theater für die Bühne adaptiert. Von 2017 bis 2019 schrieb er für den Tagesspiegel die Kolumne „Einträge ins Logbuch“. 2019 erschien sein zweiter Roman „Gegen Morgen“. Er forscht am Deutschen Institut für Menschenrechte und veranstaltet am Maxim Gorki Theater die Literaturreihe „Prosa der Verhältnisse“. Für seine Arbeit wurde er vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Alfred-Döblin-Preis und dem Literaturpreis der Landeshauptstadt Hannover.

Tickets für 10 € hier erhältlich. Mitglieder des Fördervereins „Freunde des Literaturhauses Heilbronn e. V.“ zahlen den ermäßigten Eintritt von 8 €. Schüler:innen, Student:innen und Azubis zahlen gegen Vorlage eines gültigen Nachweises 3 €.

Februar

März

19 Uhr Literaturhaus

Die Lesebühne wurde 2001 von Ingo Klopfer gegründet – und wo haben die Autor:innen nicht schon überall gelesen! Im Friseursalon, in der Sauna, am Neckarstrand, auf dem Laufsteg, in verrauchten Jugendzentren, sogar in Seniorenresidenzen.

Nach mehr als 300 Lesungen und etwa 10000 verkauften Büchern von insgesamt 27 Autor:innen im eigenen Verlag kommen sie – nun zum dritten Mal – ins Literaturhaus Heilbronn. 

Keiner anderen Lesebühne gelingt so mühelos die Verknüpfung von Literatur, Kabarett und Comedy. In wechselnder Besetzung schreiben die Autor:innen regelmäßig neue Kurzgeschichten: literarisch, ironisch, scharfzüngig und saukomisch. Von absurder Alltagskomik bis skurrilen Begegnungen ist alles dabei, und zwischendurch gibt‘s Livemusik.

Tickets für 10 € hier erjhältlich. Mitglieder des Fördervereins „Freunde des Literaturhauses Heilbronn e. V.“ zahlen den ermäßigten Eintritt von 8 €. Schüler:innen, Student:innen und Azubis zahlen gegen Vorlage eines gültigen Nachweises 3 €.

11- 18 Uhr Heinrich Fries Haus

Unsere heutige Gesellschaft muss sich immer öfter den Vorwurf gefallen lassen, sie sei nicht mehr bereit zum Dialog. Die Bereitschaft und die Fähigkeit, miteinander zu reden, ist Voraussetzung nicht nur für eine funktionierende demokratische Gesellschaft, sondern auch für jede kulturelle und literarische Praxis: Literatur spricht immer zu jemandem, entsteht aber auch vielfach erst im Gespräch. Wenn in Rede und Gegenrede das Eigene mit dem Fremden zusammentrifft, kommt etwas zustande, was ein Individuum nicht aus sich selbst heraus erzeugen könnte – etwas Uneinheitliches und Unerwartetes, etwas Witziges oder Wichtiges, etwas Schräges oder Schrilles.

Diese Macht des Gesprächs machen wir uns gemeinsam mit Alexander Estis, Autor und Kurt-Tucholsky-Preisträger für literarische Publizistik 2023, in dialogischen Spielen zunutze, entwickeln daraus Texte – und kommen zugleich der demokratischen Qualität aller Literatur näher.

Die Schreibwerkstatt ist eine Veranstaltung in Kooperation mit der keb Heilbronn.

Es fällt keine Kursgebühr an.

Hier können Sie sich anmelden

19 Uhr Literaturhaus

Franz Kafka starb am 3. Juni 1924. Seine Werke, seine Literatur, sind bis heute Bezugspunkt für uns Leser:innen – aber auch für Schriftsteller:innen und Kulturschaffende auf der ganzen Welt. Zu ihnen gehört der renommierte tschechische Schriftsteller und Dramatiker Jaroslav Rudiš (u. a. „Weihnachten in Prag“, „Gebrauchsanweisung fürs Zugreisen“ und „Winterbergs letzte Reise“.)

Jaroslav Rudiš liest eine bisher noch unveröffentlichte Geschichte zu Kafka und spricht mit dem SWR-Redakteur Gerwig Epkes über die Bedeutung Franz Kafkas für ihn selbst und für die Literatur. Ein ganz besonderer Kafka-Abend erwartet Sie!

JAROSLAV RUDIŠ, geboren 1972 in der Tschechoslowakei, lebt heute in Lomnice nad Popelkou und Berlin und ist Schriftsteller, Drehbuchautor, Dramatiker und Musiker. Er studierte Deutsch und Geschichte in Liberec, Zürich und Berlin und arbeitete u.a. als Lehrer und Journalist. Bei Luchterhand erschienen u.a. seine Romane „Grand Hotel“, „Vom Ende des Punks in Helsinki“, „Nationalstraße“, „Winterbergs letzte Reise“ und bei btb „Der Himmel unter Berlin“. Zudem publizierte er die Graphic Novels „Alois Nebel“ (mit Jaromír 99) und „Nachtgestalten“ (mit Nicolas Mahler). 2012/13 hatte Rudiš die Siegfried-Unseld-Gastprofessur an der Humboldt-Universität zu Berlin inne. 2014 wurde er mit dem Usedomer Literaturpreis ausgezeichnet und 2018 erhielt er den Preis der Literaturhäuser. 2019 wurde er für seinen Roman „Winterbergs letzte Reise“ – der erste Band, den er auf Deutsch verfasst hat – auf der Leipziger Buchmesse in der Kategorie „Belletristik“ nominiert. 2020 erhielt er dafür den Chamisso-Preis. Rudiš‘ Werke wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und verfilmt. 2021 wurde er zudem als „einer der engagiertesten Brückenbauer zwischen Deutschland und Tschechien“ mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland geehrt. 

Tickets für 10 € hier erhältlich. Mitglieder des Fördervereins „Freunde des Literaturhauses Heilbronn e. V.“ zahlen den ermäßigten Eintritt von 8 €. Schüler:innen, Student:innen und Azubis zahlen gegen Vorlage eines gültigen Nachweises 3 €.

Literaturhaus, 15 Uhr

Der Geräuschehändler ist Spezialist für besonders klangvolle Wünsche: Das Gespenst braucht gruselige Geräusche, der Straßenlaterne ist es nachts zu still und der verzweifelte Clown wünscht sich Trommelwirbel, weil das Zirkusorchester erkrankt ist. Kein Problem für den Geräuschehändler! Für all diese Kunden packt er in seinem zauberhaften Laden ein individuelles Tütchen: Er tropft Türquietschen und Katzenschreie hinein oder einen Löffel Autohupen mit einer Prise Schimpfen vor der roten Ampel.

Eine Kooperation mit dem Haus der Familie.

Tickets für 5 € erhalten Sie hier.

VHS Brackenheim, 18 Uhr

Das Literaturhaus Heilbronn geht auf Tour und knüpft „Starke Verbindungen“ mit der VHS Unterland. Eine Kooperation und Lesereihe, die spannende und aktuelle Texte von Autor:innen vorstellt.

In seiner „literarische Spurensuche“ stellt Literaturhausleiter Dr. Anton Knittel in diesem Kurs, nach einer allgemeinen Einführung mit ausgewählten Textbeispielen, in dieser Sitzung insbesondere den Schriftstellerin Victoria Wolff vor.

Weitere Informationen und Tickets unter: www.vhs-unterland.de 

19 Uhr Literaturhaus

Als der ehemalige Soldat Martin Lampe in den Dienst des jungen Philosophen Immanuel Kant tritt, beginnt ein wechselseitiger Kampf zwischen Herr und Knecht: Kant foppt seinen Diener mit Lust an der Demütigung. Lampe ersinnt bauernschlaue Rachetaktiken, die seinen Herrn an der eigenen Philosophie verzweifeln lassen. Schon bald werden Lampe und Kant zu einem skurrilen, stadtbekannten Paar. Währenddessen verfolgt Ehregott Wasianski, Kants Sekretär, eigene Pläne, die vor allem darauf zielen, die Gefahr einer Verheiratung Kants abzuwehren – und was hat es mit jenem für Kant unkategorisierbaren Vogel auf sich, der durch Ostpreußen stakst, und an dem sich die philosophischen Probleme der Zeit zu kristallisieren scheinen.

Felix Heidenreich inszeniert mit viel Witz ein ausgeklügeltes Verwirrspiel, bei dem historische verbürgte Fakten und intertextuelle Überblendungen ineinander übergehen. „Der Diener des Philosophen“ ist nicht nur ein äußerst unterhaltsamer Roman über den Philosophen Immanuel Kant, sondern liefert zugleich einen philosophisch informierten Blick in die Abgründe der Aufklärung.

FELIX HEIDENREICH, geboren 1973 in Freiburg, ist Philosoph und Politikwissenschaftler und lehrt an der Universität Stuttgart. Zudem ist er wissenschaftlicher Koordinator am Internationalen Zentrum für Kultur- und Technikforschung der Universität Stuttgart. Heidenreich publizierte zur politischen Theorie, zur Kulturtheorie und Kulturpolitik.

Tickets für 10 € hier erhältlich. Mitglieder des Fördervereins „Freunde des Literaturhauses Heilbronn e. V.“ zahlen den ermäßigten Eintritt von 8 €. Schüler:innen, Student:innen und Azubis zahlen gegen Vorlage eines gültigen Nachweises 3 €.

 

April

Literaturhaus, 15 Uhr

Kleine Schreibwerkstatt für Kinder ab 6 Jahren

Der Frühling ist da! Die Welt wird wieder bunt! Blumen kommen aus der Erde und fangen an zu blühen. Wachsen ist toll, aber manchmal auch ganz schön anstrengend, oder nicht? Heute schreiben wir Geschichten über das Großwerden.

Eine Kooperation mit dem Haus der Familie.

Tickets für 5 € erhalten Sie hier.

19Uhr Literaturhaus

Jean Paul, Goethe, Hesse, Tucholsky, Bloch, Canetti, Walter Jens und Reich-Ranicki: sie alle liebten, lobten und verehrten ihn – Johann Peter Hebel. 

Aber natürlich hatte auch Hebel, der „alemannische Literaturheili­ge“, der fein- wie freigeistige Theologe und großherzige Menschenfreund seine ganz eigenen Untiefen, seine Wunden und Schatten, seine Eigenarten und seine „Mödele“. Die Beziehungen zu den Frauen seines Lebens – zu der Mutter, der Freundin, der Verlobten, all den Heldinnen seiner Geschichten – waren nicht einfach.

In sieben „Annäherungen“ macht sich Thomas Weiß erzählerisch auf Hebels „Lebensspur“, nie despektierlich, nie übergriffig, immer mit großer Sympathie. Ein sensibles Porträt.

THOMAS WEIß, 1961 in Karlsruhe geboren, studierte Theologie in Bielefeld und Heidelberg, Pfarrer und Erwachsenenbildner in der badischen evangelischen Landeskirche. Thomas Weiß ist u. a. Mitglied im deutschen PEN. Sein bisheriges literarisches Werk erschien v. a. bei Klöpfer & Meyer, zuletzt 2016, mit großer Resonanz: „Oberlin, Waldersbach. Eine Begegnung“. Zusammen mit Karl-Josef Kuschel brachte er 2017 Johann Peter Hebels gerühmte „Biblische Geschichten“ neu heraus.

Tickets für 10 € hier erhältlich. Mitglieder des Fördervereins „Freunde des Literaturhauses Heilbronn e. V.“ zahlen den ermäßigten Eintritt von 8 €. Schüler:innen, Student:innen und Azubis zahlen gegen Vorlage eines gültigen Nachweises 3 €.

19 Uhr Literaturhaus

Isabelle und Jakob treffen sich am 11. September 2001 auf einer Party in Berlin. Sie verlieben sich, heiraten und ziehen nach London, wo Jakob – Schicksal? Zufall? – eine Stelle in einer Anwaltskanzlei antritt, die eigentlich für einen Kollegen vorgesehen war, der bei den Anschlägen auf das World Trade Center umgekommen ist. Isabelle arbeitet von dort aus weiter für ihre Berliner Grafikagentur und genießt, in den spannungsreichen Wochen vor Ausbruch des Kriegs im Irak, ihr Londoner Leben. Die beiden haben alles, was ein junges, erfolgreiches Paar braucht – und doch stehen sie mit leeren Händen da. Jakob ist fasziniert von seinem Chef, einem emigrierten deutschen Juden, Isabelle von Jim, einem Dealer. Schleichend entfremden sie sich voneinander und wissen nicht, warum. 

Wie das Weltgeschehen ins eigene Leben eingreift, wie sehr dabei die Unfähigkeit, Entscheidungen zu treffen oder mitzufühlen, kollidiert mit der Sehnsucht nach existentiellen Erfahrungen, das erzählt Katharina Hacker meisterlich. Unbarmherzig entfaltet sie die Handlung als ein Drama gegenseitiger Blicke. Wie zwangsläufig werden alle Hauptfiguren zu Voyeuren, die in ein grausames Spiel von Ähnlichkeiten und Übertragungen, Anziehungen und Abstoßungen gezogen werden, für dessen Sinn sie sehenden Auges blind bleiben. 

Ausgezeichnet mit dem Deutschen Buchpreis 2006

KATHARINA HACKER, geboren 1967 in Frankfurt am Main, lebt nach mehrjährigem Aufenthalt in Israel als freie Autorin mit ihrer Familie in Berlin und Brandenburg. 2006 erhielt sie den Deutschen Buchpreis für „Die Habenichtse“. 2015 erschien ihr Roman „Skip“ und 2021 das Jugendbuch „Alles, was passieren wird“. Katharina Hacker wurde 2021 mit dem Droste-Preis der Stadt Meersburg ausgezeichnet. Zuletzt erschien ihr Roman „Die Gäste“ (2022).

Tickets für 10 € hier erhältlich. Mitglieder des Fördervereins „Freunde des Literaturhauses Heilbronn e. V.“ zahlen den ermäßigten Eintritt von 8 €. Schüler:innen, Student:innen und Azubis zahlen gegen Vorlage eines gültigen Nachweises 2 €.

Literaturhaus, 15 Uhr

Moni und Hannes sind neun Jahre alte, ziemlich aufgeweckte Zwillinge und ihr Lieblingswort ist: “egal!”. Das geht ihren Eltern ziemlich auf die Nerven – denn einfach alles ist “egal”. Die neue Jacke im Bus vergessen? Egal! Zimmer nicht aufgeräumt? Egal! Als sie wieder einmal bei Onkel Peter und Tante Hanna übernachten und sich auf dem Dachboden ein Lager einrichten dürfen, bleibt ihnen ihr “egal” allerdings im Halse stecken: Denn die Dachbodenluke wird plötzlich zum Tor zur ganzen Welt und sie landen in der bitterkalten Einsamkeit der Arktis! Wie zum Geier ist das nur passiert? Aber sie haben keine Wahl, sie müssen hinaus in die eisige Wildnis und herausfinden, wie sie wieder zurück zu Onkel Peter und Tante Hanna kommen können. Eine aufregende Reise beginnt…

Es freut uns ganz besonders, dass die in Karlsruhe lebende Autorin Susanne Garcia Beier nach Heilbronn kommt, um aus ihrem Buch zu lesen und über die Entstehung dieser Geschichte zu sprechen. Die Kinder sind eingeladen, Fragen an die Autorin stellen.

Eine Kooperation mit dem Haus der Familie.

Tickets für 5 € erhalten Sie hier.

VHS Brackenheim, 18 Uhr

Das Literaturhaus Heilbronn geht auf Tour und knüpft „Starke Verbindungen“ mit der VHS Unterland. Eine Kooperation und Lesereihe, die spannende und aktuelle Texte von Autor:innen vorstellt.

In seiner „literarische Spurensuche“ stellt Literaturhausleiter Dr. Anton Knittel in diesem Kurs, nach einer allgemeinen Einführung mit ausgewählten Textbeispielen, in dieser Sitzung insbesondere den Schriftsteller Heinrich von Kleist vor.

Weitere Informationen und Tickets unter: www.vhs-unterland.de