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Veranstaltungen und Mediathek

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Dezember

Dienstag, 19 Uhr

Der Krieg in der Ukraine stellt das politische und wirtschaftliche Handeln Deutschlands auf den Prüfstand. Jahrzehntelang wurde über den zweitgrößten Staat Europas hinweggeschaut und Russland hofiert. Deutschland hat versagt, konstatiert Sabine Adler. Politische Versäumnisse, Lobbyismus, Doppelmoral und ein verlogener Pazifismus waren über weite Strecken bestimmend - mit fatalen Folgen.

Sabine Adler, langjährige Osteuropa-Expertin des Deutschlandfunks, zeichnet entscheidende Entwicklungslinien nach, die zum Überfall Russlands auf die Ukraine führten: der Krieg in der Ostukraine, die Annexion der Krim, der Euromaidan, die Nord-Stream-Abkommen und die der Ukraine verwehrte NATO-Mitgliedschaft, die Tschetschenienkriege und der Zerfall der Sowjetunion sowie der Zweite Weltkrieg. Adler hält der deutschen Ukrainepolitik mit weitreichendem Detailkenntnis und historischem Rückblick den Spiegel vor – und bietet so die Chance zur kritischen Selbstreflexion, um Lehren für die Zukunft zu ziehen.

Sabine Adler, 1963 in Zörbig geboren, ist Journalistin und Autorin. Als langjährige Osteuropa-Expertin des Deutschlandfunk berichtete sie viele Jahre aus Moskau, war Leiterin des Hauptstadtstudios in Berlin mit Schwerpunkt Polen, Belarus, baltische Länder und Ukraine. Für ihre Arbeit wurde sie mehrfach ausgezeichnet, u. a. als „Politikjournalistin des Jahres“.

 

Der Abend wird moderiert von Schriftsteller und Kolumnist Alexander Estis, der im Rahmen des Projekts „Hauptstadt der Folgenlosigkeit“ Stadtschreiber von Heilbronn ist.

Eine Kooperation mit der Reinhold-Maier-Stiftung.

Der Eintritt ist kostenfrei. Begrenzte Teilnehmerzahl. Anmeldung erforderlich.

 

15 Uhr

In jedem Land wird Weihnachten ein wenig anders gefeiert. Dieser Vorlesenachmittag mit den schönsten Winter- und Weihnachtsgeschichten aus aller Welt nimmt uns mit auf die Reise und stimmt uns ein auf die wunderbare Adventszeit.

Tickets sind hier für 5 € erhältlich

 

19 Uhr

Die Autorin Birgit Heiderich ist für ihren Einsatz für weibliche Schriftstellerinnen bekannt. Im Literaturhaus liest sie aus ihren verschiedenen Werken, darunter ihr Erfolgsroman „Sterben hat seine Zeit“ und ihr zuletzt im S.Fischer erschienenes Buch „Feuerspur“.

„Feuerspur“: Vom Zauber eines italienischen Sommers, dem Leben in einem weltabgeschiedenen Dorf, von einem Mann und einer Frau, die zwar das Alter der Weitsichtigkeit erreicht haben, jedoch gegen eine verbotene Leidenschaft nicht gefeit sind, erzählt diese heiter-melancholische Liebesgeschichte.

„Sterben hat seine Zeit“: Ein Mädchen wird traumatisiert durch den Unfalltod des Vaters, die Mutter überlebt. Das Kind glaubt fortan, für die Mutter ganz und gar verantwortlich zu sein. Und dieses Gefühl der Inpflichtnahme und Verantwortung drängt sich der Tochter urplötzlich wieder auf, als die Mutter im Alter schwer erkrankt. Diese Gewissheit, ab jetzt Schritt für Schritt, Wegstück für Wegstück, der Mutter Sterben miterleben zu müssen! Wie die Tochter versucht, schreibend mit der eigenen Angst fertig zu werden, sie zu bannen, davon erzählt dieses Buch. Birgit Heiderich, ihr Buch, schaut hin. Und wagt es, den Blick nicht abzuwenden, nichts zu verschleiern. Es zeigt, was zu hören und zu sehen und zu ertragen ist, wenn ein Mensch und eine Mutter dazu langsam zum Ende kommt, stirbt.

Birgit Heiderich wurde 1947 in Schermbeck geboren. Sie studierte Philosophie, Theologie und Pädagogik an der Universität Bonn. Später war sie Redakteurin an der Universitätsbibliothek Tübingen. Sie erhielt im Jahr 2020 den Maria-Ensle-Preis für ihr Lebenswerk. Bis zu ihrer Pensionierung arbeitete sie als Lehrerin. Sie lebt in Freiburg.