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Veranstaltungen und Mediathek

Tipp

Für alle Veranstaltungen des Literaturhauses Heilbronn gilt: Maskenpflicht auf dem Veranstaltungsgelände, Test-, Impf- oder Genesenennachweis und nach Möglichkeit Abstand halten

Oktober

Der Vorstand von Forum Allmende hat in seiner letzten Sitzung beschlossen, die nächste Mitgliederversammlung in Heilbronn zu veranstalten (28. bis 31. Oktober). Da die geplante Literaturfahrt an den Starnberger See wegen der Pandemie ausfällt, wird der Mitgliederversammlung ein größeres Programm als üblicherweise beigegeben. So ist unter anderem der Besuch des Hölderlin-Museums Tübingen sowie des Hölderlinhauses in Lauffen am Neckar vorgesehen. Auch in Marbach am Neckar soll Station gemacht werden. Dort wird das Literaturmuseum der Moderne besucht und Schillers Geburtshaus besichtigt. Im neuen  Literaturhaus im Trappenseeschlösschen in Heilbronn, das unser Mitglied Dr. Anton Ph. Knittel leitet, sind Lesungen geplant, aber auch eine Weinprobe in der Stadt. 

Lesung u.a. von Cihan Acar aus seinem Buch "Hawai".

Um 20.00 Uhr im Literaturhaus

E.T.A. Hoffmann, Mary Shelly, Bram Stoker, Oscar Wilde, Stephen King – Viele Schriftsteller:innen haben sich auf das dunkle Gebiet der Schauergeschichten vorgewagt, doch kein Name wird so sehr mit dem Horror als literarischem Genre verbunden wie der von Edgar Allan Poe. Der 1809 in Boston geborene Poe erforscht in seinen Erzählungen und Gedichten die Abgründe der menschlichen Existenz und verbindet so das Schaurige mit dem Pathologischen. Damit liefert er die perfekten Zutaten für eine wahrlich gruselige Lesung.

Begleiten Sie uns am Abend von Halloween in die dunkle Welt von Edgar Allan Poes Geschichten. Im einmaligen Ambiente des Trappenseeschlösschens lassen wir Poes literarische Geister auferstehen und verbringen ein Halloween mit den schaurig-schönen Geschichten von dem Meister des Horror, Edgar Allan Poe.
 

Tickets gibt es für 10 € hier 

November

Die Veranstaltung muss leider ausfallen. Gekaufte Tickets werden erstattet.

19 Uhr

Andershimmel: ein anrührender, ein poetisch-sensibler Roman von starker erzählerischer Kraft, gleichsam ein schwäbisches Geschwister von Deborah Feldmans berühmt gewordenem Roman Unorthodox. Ein Roman über das Andere in uns – das andere Geschlecht, die anderen Heimaten, die anderen Religionen, die anderen Himmel. Welten prallen aufeinander – christliche und muslimische, amerikanische und deutsche, pietistische und weltliche, wissenschaftliche und spiritistische, und dabei geht es um Menschen in ihrem Ringen um Liebe und Verbundenheit, in ihrer Sehnsucht nach Erlösung.
 

Peter Blickle, 1961 in Ravensburg geboren, aufgewachsen im oberschwäbischen Wilhelmsdorf, ist Professor emeritus für deutschsprachige Literatur und Gender and Women’s Studies an der Western Michigan University in Kalamazoo/USA. Ausgezeichnet mit zahlreichen Preisen und als Mitglied im PEN International veröffentlichte Peter Blickle 2014 bei Klöpfer & Meyer den Roman ›Die Grammatik der Männer‹.

Diese  Veranstaltung ist eine Kooperation des Literaturhauses Heilbronn mit der Katholischen Erwachsenenbildung Heilbronn (keb).

Tickets für 10 € unter: https://diginights.com/literaturhaus 

19 Uhr

Das Theater im "Dritten Reich" war keine monolithische Einrichtung. Der Vortrag wird eingangs zeigen, dass mehrere Akteure mit unterschiedlichen, zum Teil gegensätzlichen Vorstellungen die Theaterpolitik zu lenken versuchten. Im Hauptteil geht es dann um zwei Autoren, die jeweils für eine der Theaterästhetiken stehen. Curt Langenbeck ist ein Vertreter der neuklassischen Tragödie, wie exemplarisch an seinem Drama "Das Schwert" gezeigt werden soll. Eberhard Wolfgang Möllers "Das Frankenburger Würfelspiel" repräsentiert die Gattung des Thingspiels, eine Massenveranstaltung, die das Verhältnis von "Führer" und "Gefolgschaft" veranschaulicht.

Kai Köhler, geboren 1964, literatur- und politikwissenschaftliches Studium in Marburg, dort Promotion über die Germanistik im Dritten Reich. Er war 2002-2007 Gastprofessor an der Nationaluniversität Seoul und lehrte bis 2012 an der Hankuk University of Foreign Studies. Seitdem lebt er als Publizist in Berlin; neben Forschungsbeiträgen und Kurzgeschichten zahlreiche Literatur-, Film, Musik- und Theaterkritiken. Arbeitsschwerpunkte sind die Literatur des 20. Jahrhunderts, insbesondere Peter Hacks (Herausgabe der Tagungsbände der Hacks-Gesellschaft seit 2008, seit 2016 Hacks Jahrbuch), Literatur und Nationalismus, Musik und Politik sowie Kriegsgeschichte und –theorie.

Eine Kooperationsveranstaltung mit der Internationalen Peter Weiss-Gesellschaft.

Tickets gibt es für 5 € hier: https://diginights.com/literaturhaus

19 Uhr

„Verleger sind keine Menschen, sie tun nur so“ und „Verleger trinken ihren Champagner aus den Gehirnschalen ihrer Autorinnen und Autoren“ – so hat das Kurt Tucholsky einmal hoch emotional behauptet. Der Tübinger „Büchermacher“ Hubert Klöpfer wird im Gespräch mit Dr. Anton Knittel und Prof. Dr. Bärbel Renner leidenschaftlich und sachlich zugleich nicht nur Kurt Tucholsky widerlegen, sondern einen profunden Einblick in das Verlegerhandwerk und überhaupt den deutschen Literaturbetrieb geben.

Hubert Klöpfer, 1951 im badischen Bühl geboren, studierte in Tübingen Germanistik, Philosophie und Theologie, war jahrelang Lektor und auch Verlagsleiter eines Wissenschaftsverlags und war 1991 Mitbegründer des renommierten Verlags Klöpfer & Meyer, bekannt für seine „Bücher fürs Denken und Lesen ohne Geländer“. Der Verleger „in Rente“ ist seit 2020 Herausgeber der literarischen Edition Hubert Klöpfer bei Kröner. Zudem ist er als Berater für das Programm eines Wissenschaftsverlags tätig. Klöpfer ist u.a. Mitglied im Deutschen PEN und
Vorstandsmitglied der Akademie für Gesprochenes Wort in Stuttgart.

Anton Knittel, Studium der Germanistik und Katholischen Theologie an den Universitäten Tübingen und Wien; nach wissenschaftlichen Tätigkeiten als Assistent am Deutschen Seminar der Universität Tübingen und am dortigen Geistes- und Sozialwissenschaftlichen
Forschungszentrum, Pers. Referent des Rektors der Universität Konstanz, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Kleist-Archiv Sembdner (KLAS), Stv. Pressesprecher; seit 2019 Leiter des Literaturhauses mit integriertem KLAS, zwei eigenständige Bücher; mehrere Hrsg.; zahlreiche
Publikationen zur Literatur vom 17. Jh. bis zur Gegenwart.

Bärbel Renner, nach dem Studium der Germanistik, Geschichte und Historischen Hilfswissenschaften an den Universitäten Tübingen und Wien langjährige Tätigkeit im Verlagsbereich, zuletzt als Programmleiterin; 2006–2016 Professur im Bereich Medien und Kommunikation
an der BA/Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Stuttgart. Mitglied des Vorstands der DHBW sowie Leitung der Kommunikation der DHBW. Seit 2017 Leitung des Bereichs Kommunikation und Verwaltung bei der experimenta GmbH; sie ist Stv. Vorsitzende
des Fördervereins „Freunde des Literaturhauses Heilbronn e.V.“

Tickets gibt es für 5 € hier: https://diginights.com/literaturhaus 

Leider muss  die Lesung ausfallen. Gekaufte Tickets werden von Diginights erstattet.

Sonntag, 21. 11. um 16 Uhr im Literaturhaus

In der Reihe "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland"

Hörstück mit Elektronik und Texten von Rose Ausländer, Nora Gomringer, Ruth Klüger, Nelly Sachs und Else Lasker-Schüler – aus Anlass von 75 Jahren Kriegsende und 75 Jahre KZ-Befreiung entstanden. Lothar Heinle, geboren 1965 in Heilbronn, realisierte elektronische Klangkonzepte u.a. für Ausstellungen dreier Ernst Franz Vogelmann-Preisträger. Aufführungen folgten in Schweden, Italien und der Ukraine. 2014 Klanginstallation „stunde 0 / geh…denken“ zum 70. Jahrestages der Zerstörung Heilbronns.

Heinle ist künstlerischer Leiter der „PerspektivenKonzertreihe für Neue Musik“ des Kulturrings Heilbronn e. V

Preis: 5 €, Tickets hier reservieren

19 Uhr (Einlass: 18.15 Uhr), Unter der Pyramide in der Sparkasse Heilbronn

Von Benedict Anderson stammt der berühmte Begriff der ‚imagined community‘, der imaginierten Gemeinschaft. Es gibt aber auch ‚imagined regions‘. Europa ist so eine geographische Region, die zum Gegenstand unzähliger Imaginationen und Projektionen geworden ist.
Die Frage, wie Europa weitererzählt werden sollte, stellte sich nicht nur nach dem Zweiten Weltkrieg. Sie stellt sich immer wieder und ist auch gegenwärtig angesichts des dramatischen Wandels der Welt wieder akut.

Aleida Assmann ist Literatur- und Kulturwissenschaftlerin. 1993-2014 Professorin für Anglistik und Allgemeine Literaturwissenschaft an der Universität Konstanz, zahlreiche Gastprofessuren im In- und Ausland. Sie erhielt zusammen mit ihrem Mann Jan Assmann den Balzan Preis 2017 für ihre Forschungen zum Kulturellen Gedächtnis und 2018 ebenfalls mit Jan Assmann den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Zuletzt erschienen: u.a. „Der europäische Traum. Vier Lehren aus der Geschichte“ (2018) und „Die Wiedererfindung der Nation. Warum wir
sie fürchten und warum wir sie brauchen“(2020).

Eine Kooperation mit der Kreissparkasse Heilbronn.

Eintritt frei, Anmeldung über https://www.ticketshop-kskhn.de/

19 Uhr

Otto Kirchheimer war einer der großen Söhne der Stadt Heilbronn, aber den Bürgern nahezu unbekannt. Geboren 1905 in Heilbronn und 1965 dort begraben, spielte sich seine wichtige Wirkungszeit in den USA ab. Als jüdischer Sozialist musste er gleich 1933 emigrieren, gelangte nach manchen Umwegen in die USA und wurde dort einer der wichtigen Staatsrechtslehrer und Politikwissenschaftler, insbesondere erfand er schon in den 60er Jahren die Allerweltsparteien, heute Volksparteien.

Ulrich von Alemann, geb. 1944 in Thüringen, studierte Politikwissenschaft, Staatsrecht, Geschichte und Soziologie, absolvierte 1972 einen Master of Arts in political science an der University of Alberta in Kanada und promovierte 1973 an der Universität Bonn. 1978 wurde er Professor an der PH Neuss, dann an der Gesamthochschule Duisburg, an der Fern-Universität Hagen und schließlich an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Er hat über Parteien, Parlamente, Demokratie, Partizipation und Korruption geforscht. Nach seiner Emeritierung ist er weiterhin mit politischer Publizistik und Politikberatung aktiv. Er ist erster Träger des Otto-Kirchheimer Preises 2015.


Eine Kooperation mit dem Otto-Kirchheimer-Preis e.V.

 

Tickets gibt's für 5 € hier: https://diginights.com/literaturhaus 

19 Uhr (Einlass: 18.15 Uhr), Unter der Pyramide in der Sparkasse Heilbronn

Nicht um denkbare politische Gründe soll es gehen, die heute gegen das Projekt „Europa“ sprechen können, sondern um eine Veränderung des kulturellen Klimas, in der jenes utopische Projekt seit der Mitte des 20. Jahrhunderts an Faszination und Energie verloren hat. Lohnt es sich, weiter auf Europa als eine denkbare Zukunft zu setzen?


Hans Ulrich Gumbrecht, geboren 1948 in Würzburg, ist der Albert Guérard Professor in Literature, Emeritus, an der Stanford University sowie ständiger Gastprofessor an der Universität Lissabon, und für eine Amtszeit von drei Jahren Presidential Professor an der Hebräischen
Universität Jerusalem. In den letzten dreißig Jahren beschäftigte er sich mit der Entwicklung von Schreibformaten, die es ermöglichen, Forschungen und Erkenntnisse innerhalb der geisteswissenschaftlichen Forschungsgemeinde auch für eine breitere, nicht professionelle
Leserschaft zu öffnen.

 

Eine Kooperation mit der Kreissparkasse Heilbronn.

Eintritt frei, Anmeldung über https://www.ticketshop-kskhn.de/

Dezember

19 Uhr

Berlin, Bundestag, Herbst 2011. An einem Novembertag wird in Eisenach ein ausgebranntes Wohnmobil gefunden: Das Ende einer rechtsextremen Terrorzelle stellt die noch junge Berliner Republik vor nahezu unlösbare Fragen. Plötzlich zur moralischen Instanz
erhoben, brilliert der Abgeordnete Andi Nair als Vorsitzender des eingesetzten Untersuchungsausschusses. Protokolliert wird das Geschehen von seinem Büroleiter Wegman Frost, der das Versagen der Behörden kaum fassen kann. Als Pflegekind mit ungewisser
Herkunft hatte ihn sein Einsatz gegen Fremdenhass in die Politik geführt. Damit ist er nicht allein: Sein Jugendfreund, Flo Janssen – einst als namenloses Baby aus dem brennenden Saigon ausgeflogen –, steht jetzt am Rednerpult des Reichstags und verkündet
neoliberale Ideen. Der ist nicht irgendjemand, er ist der Vizekanzler.

Ulf Erdmann Ziegler, geboren 1959 in Neumünster/ Holstein. Sein Roman „Hamburger Hochbahn“ stand auf Platz 1 der SWR-Bestenliste, 2008 erhielt er den Friedrich-Hebbel-Preis. 2012 erschien „Nichts Weißes“, später nominiert für den Deutschen Buchpreis und den Wilhelm-
Raabe-Literaturpreis.

Tickets für 10 €hier: https://diginights.com/literaturhaus 

15 Uhr

Industrieschnee markiert die Grenzen des Orts, eine feine Säure liegt in der Luft, und hinter der Werksbrücke rauschen die Fertigungshallen, wo der Vater tagein, tagaus Aluminiumbleche beizt. Hierher kommt die Ich-Erzählerin zurück, als ihre Kindheitsfreunde heiraten. Sie erinnert sich: an den Vater und den erblindeten Großvater, die kaum sprachen. An die Mutter, deren Freiheitsdrang in der Enge einer westdeutschen Arbeiterwohnung erstickte, an den frühen Schulabbruch und die Anstrengung, im zweiten Anlauf Versäumtes nachzuholen, an die damit verbundene Scham und die Angst.

Deniz Ohde, geboren 1988 in Frankfurt am Main, studierte Germanistik in Leipzig, 2017 Stipendiatin des 21. Klagenfurter Literaturkurses. Für „Streulicht“ wurde sie mit dem Literaturpreis der Jürgen Ponto-Stiftung 2020 ausgezeichnet und stand auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2020. Zudem erhielt sie den ZDF-„Aspekte“-Literaturpreis.

Tickets für 10 € hier: https://diginights.com/literaturhaus 

19 Uhr

Sie heißen Victor, Benedikt und Korbinian. Sie leben in München. Mehr Gemeinsamkeiten haben sie nicht. Victor stammt aus Nigeria. Als Stürmer wird er für seine Tore gefeiert. Benedikt spielt Tuba. Er hofft, bald von der Musik leben zu können. Korbinian schreibt als Journalist
für eine bessere Welt. Mit seiner Familie lebt er in einem bunten und begehrten Viertel. Dann kommen die Flüchtlinge, und die reiche Stadt empfängt sie mit offenen Armen. Was aber folgt auf die erste Willkommensbegeisterung? Der Ton wird rau. Schweikles Roman
beschreibt die Zerreißprobe während der sogenannten Flüchtlingskrise.

Johannes Schweikle, 1960 in Freudenstadt geboren, schrieb für die „Süddeutsche Zeitung“. Heute arbeitet er als freier Autor u. a. für „Die Zeit“ und „FAZ“, „Geo“ und „Brandeins“. Seine Erzählungen und Romane, allesamt bei Klöpfer & Meyer erschienen, spannen den Bogen von der Gegenwart zu historischen Stoffen. Zuletzt, 2017, erschien die Romanbiografie „Die abenteuerliche Fahrt des Herrn von Drais“.

Tickets für 10 Euro unter: https://diginights.com/literaturhaus