Kontrastansicht zur Hauptnavigation zum Hauptinhalt
0

Veranstaltungen und Mediathek

Tipp

Für alle Veranstaltungen des Literaturhauses Heilbronn gilt: Beachten Sie die derzeitigen Corona-Verordnungen des Landes Baden-Württemberg. Mehr Informationen finden Sie hier.  Außerdem gilt: Maskenpflicht auf dem Veranstaltungsgelände und nach Möglichkeit Abstand halten.

Dezember

15 Uhr

Das Altaigebirge im äußersten Nordwesten der Mongolei ist Heimat des international bekannten Schriftstellers Galsan Tschinag. Er ist zugleich Stammesoberhaupt und Schamane der dort lebenden Tuwa-Nomaden. In seinen Erzählungen in "Mein Altai" beschreibt er die enge Verbindung seines Volkes mit der umgebenden rauhen Natur, ihre Schönheit und ihre Schwere: "Altai, das sind die Himmel stützenden Berge, die sturzsteilen Schluchten, die ruhenden Täler. Das ist das Ineinanderfließen von Himmel und Wasser, Sonne und Gras. Altai, das ist der Reichtum unzähliger Generationen, das Schicksal der Tuwiner."

 

In "Kennst du das Land" erzählt Galsan Tschinag von seinem Ankommen in Leipzig als junger Student. Dank der deutschen Sprache, die er bald exzellent beherrscht, macht er diese zunächst ganz fremde Welt nach und nach doch zu seiner eigenen. Er schließt sein Studium erfolgreich ab und reist mit einer deutschen Ethnologin in seine Heimat. Dort erkennt Galsan Tschinag, dass nicht nur die europäische Kultur, die ihn während seines Studiums begeisterte und in den Bann schlug, sondern auch die nomadische Kultur und Sprache dem kulturellen Weltganzen einen wertvollen Beitrag hinzufügen.

 

"Tschinag vermittelt nicht nur Einblicke in die Welt der Nomaden, sondern zeigt anhand der Qualität dieses Lebens die Krankheiten der Moderne auf." Hessischer Rundfunk

 

Galsan Tschinag, 1943 als Sohn des Sippenhäuptlings geboren in einer tuwinischen Jurte, wurde ab seinem fünftem Lebensjahr von seiner Großtante Pürwü in der traditionellen schamanischen Heilkunst unterrichtet. Als Student erhielt er ein Stipendium zum Studium der Germanistik in der damaligen DDR, in Leipzig. Nach dessen erfolgreichem Abschluss war Galsan Tschinag der erste Germanist der Mongolei und arbeitete als Hochschullehrer, Übersetzer und Journalist. Aufgrund seiner Kritik am kommunistischen Regime musste er seine Bücher zeitweise verstecken und begann, vorwiegend auf Deutsch zu schreiben. Nach der Wende wurde er freier Schriftsteller und ist Träger zahlreicher Literaturpreise sowie des deutschen Bundesverdienstkreuzes. Von ihm sind über 30 Bücher in deutscher Sprache erschienen.

Diese Veranstaltung wird auch übertragen. Aus Sicherheitsgründen haben wir angesichts der hohen Inzidenzen beschlossen, für die Veranstaltung nur ein kleines Kontingent an Platzkarten zur Verfügung zu stellen und die Veranstaltung zusätzlich zu streamen. 

Präsenztickets für 10 € hier! 

Streamingtickets für 5 € hier

 

19 Uhr

Berlin, Bundestag, Herbst 2011. An einem Novembertag wird in Eisenach ein ausgebranntes Wohnmobil gefunden: Das Ende einer rechtsextremen Terrorzelle stellt die noch junge Berliner Republik vor nahezu unlösbare Fragen. Plötzlich zur moralischen Instanz
erhoben, brilliert der Abgeordnete Andi Nair als Vorsitzender des eingesetzten Untersuchungsausschusses. Protokolliert wird das Geschehen von seinem Büroleiter Wegman Frost, der das Versagen der Behörden kaum fassen kann. Als Pflegekind mit ungewisser
Herkunft hatte ihn sein Einsatz gegen Fremdenhass in die Politik geführt. Damit ist er nicht allein: Sein Jugendfreund, Flo Janssen – einst als namenloses Baby aus dem brennenden Saigon ausgeflogen –, steht jetzt am Rednerpult des Reichstags und verkündet
neoliberale Ideen. Der ist nicht irgendjemand, er ist der Vizekanzler.

Ulf Erdmann Ziegler, geboren 1959 in Neumünster/ Holstein. Sein Roman „Hamburger Hochbahn“ stand auf Platz 1 der SWR-Bestenliste, 2008 erhielt er den Friedrich-Hebbel-Preis. 2012 erschien „Nichts Weißes“, später nominiert für den Deutschen Buchpreis und den Wilhelm-
Raabe-Literaturpreis.

 

Diese Veranstaltung wird verschoben. Ein Ersatztermin wird zeitnah bekanntgegeben.

15 Uhr

Diese Veranstaltung muss leider entfallen. 

15 Uhr

Diese Veranstaltung muss leider ausfallen. Gekaufte Tickets werden zeitnah erstattet.

Tipp

Die Veranstaltung wird verschoben. Ein neuer Termin wird demnächst bekanntgegeben. 

19 Uhr

Sie heißen Victor, Benedikt und Korbinian. Sie leben in München. Mehr Gemeinsamkeiten haben sie nicht. Victor stammt aus Nigeria. Als Stürmer wird er für seine Tore gefeiert. Benedikt spielt Tuba. Er hofft, bald von der Musik leben zu können. Korbinian schreibt als Journalist
für eine bessere Welt. Mit seiner Familie lebt er in einem bunten und begehrten Viertel. Dann kommen die Flüchtlinge, und die reiche Stadt empfängt sie mit offenen Armen. Was aber folgt auf die erste Willkommensbegeisterung? Der Ton wird rau. Schweikles Roman
beschreibt die Zerreißprobe während der sogenannten Flüchtlingskrise.

Johannes Schweikle, 1960 in Freudenstadt geboren, schrieb für die „Süddeutsche Zeitung“. Heute arbeitet er als freier Autor u. a. für „Die Zeit“ und „FAZ“, „Geo“ und „Brandeins“. Seine Erzählungen und Romane, allesamt bei Klöpfer & Meyer erschienen, spannen den Bogen von der Gegenwart zu historischen Stoffen. Zuletzt, 2017, erschien die Romanbiografie „Die abenteuerliche Fahrt des Herrn von Drais“.

Tickets für 10 Euro unter: https://diginights.com/literaturhaus