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Veranstaltungen und Mediathek

Immer informiert: Der aktuelle Literaturhaus-Flyer

Auch zu finden im Literaturhaus Heilbronn oder der Tourist-Info Heilbronn

September

Oktober

19 Uhr

Jovana Reisingers Romandebüt „Still halten“ ist ein Bildersturm: Die Protagonistin, eine junge Frau, die vom Dorf kommt und nun in der Stadt lebt, zerfällt vor unseren Augen. Bereits leicht entrückt wird sie endgültig aus der Bahn geworfen, als sie erfährt, dass ihre Mutter im Sterben liegt. Nach dem Tod der Mutter erbt sie ein Haus am Waldrand. Sie zieht ein und wartet auf die Ankunft ihres Mannes. Sie wartet, fühlt sich von der Natur bedroht und beginnt mit dieser einen Krieg. Der Filmemacherin Reisinger ist ein literarisches Debüt gelungen, das in der Intensität der Sprache und der Gnadenlosigkeit des Sujets, an die österreichische Avantgarde erinnert.

Jovana Reisinger, geboren 1989 in München, aufgewachsen in Österreich, ist Autorin, Filmemacherin und bildende Künstlerin. Sie studierte Kommunikationsdesign, Drehbuch und Dokumentarfilmregie. In ihrem zweiten Roman „Spitzenreiterinnen“ (2021) zeigt sie auf, welchen Rollenzwängen und Gewalt Frauen in unserer Gesellschaft unterworfen sind. Es ist ein Text über weibliche Wut und Ausdauer mit teils bösem Humor, der jedoch nie seine Protagonistinnen verurteilt. Der Roman wurde für den bayerischen Buchpreis 2021 nominiert.

 

19 Uhr

Niemand, der nicht schon einmal die Flucht ergreifen wollte – ob vor dem Krieg, vor einer Umweltkatastrophe oder vor einer Hungersnot, ob aus einer langweiligen Gesellschaft, einem sklavischen Arbeitsverhältnis oder einer belastenden Beziehung. Alexander Estis' "Fluchten" erzählen von gewollten oder ungewollten, realistischen oder absurden, erfolgreichen oder missglückten Fluchtversuchen.

Im Fokus stehen dabei insbesondere Formen des Ausbruchs aus dem gewohnten Lebensumfeld, der gewohnten Identität, dem Familiengefüge, dem Arbeitsverhältnis oder sogar dem eigenen Körper. Daneben hat sich der Autor vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine mit den realen Fluchtgeschichten von Menschen aus der Ukraine und aus Russland befasst; dies hat zu einer Erweiterung der Textsammlung geführt, die nun auch fiktionalisierte Fluchtgeschichten von großer Aktualität und Tragik enthält.

Estis wurde 1986 in einer jüdischen Künstlerfamilie in Moskau geboren; 1996 siedelte er nach Hamburg über. Nach Abschluss eines Philologiestudiums arbeitete er als Dozent für deutsche Literatur an verschiedenen Universitäten. Seit 2016 lebt er als freier Autor in Aarau (Schweiz). Er verfasst Essays, Glossen und Kolumnen unter anderem für FAZ, NZZ, SZ, ZEIT. Seine Radiobeiträge sind regelmäßig auf Deutschlandfunk Kultur zu hören.

Für seine Texte erhielt Alexander Estis mehrfach Auszeichnungen und Stipendien; derzeit ist er Stadtschreiber von Heilbronn. Ende September 2022 erscheint als sein sechstes Buch der Prosaband "Fluchten", aus dem der Autor am 11. Oktober im Literaturhaus Heilbronn lesen wird.

Tickets für 10 € hier erwerben

Die Veranstaltung findet im Heinrich-Fries-Haus statt

19 Uhr

Michael Wolffsohn, der Meister der deutsch-jüdischen Geschichtsschreibung, erzählt die Historie der Juden von den Anfängen bis heute. Präzise, vielschichtig und spannend berichtet er von einem Volk und einer Religion, die Weltgeschichte und Weltkultur prägen. Er beleuchtet die Theologie ebenso wie die Geografie jüdischer Geschichte. Er stellt zentrale Persönlichkeiten vor und schreibt über jüdische Kultur und Wirtschaft sowie jüdisches Sozialleben – auch in der islamischen Welt. So entsteht eine Universalgeschichte des Judentums aus der Feder eines großen Kenners und Erzählers, die Schulweisheiten entkräftet und antisemitische Ideologien durch Fakten entlarvt.

Michael Wolffsohn, geboren 1947, ist Historiker und Publizist. Von 1981 bis 2012 arbeitete er als Professor für Neuere Geschichte an der Universität der Bundeswehr in München. Er hat zahlreiche Bücher, Aufsätze und Fachartikel verfasst und ist publizistisch und als vielbeachteter Vortragsredner tätig. Er erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen, u.a. kürte der Deutsche Hochschulverband Michael Wolffsohn 2017 zum Hochschullehrer des Jahres; und wurde 2018 mit dem Franz-Werfel-Menschenrechtspreis der Stiftung Zentrum gegen Vertreibungen ausgezeichnet.

Tickets für 5 € hier erwerben

15 Uhr

Gute Freunde gehen gemeinsam durch dick und dünn. Auch in diesem Sommer dürfen unsere fünf Freunde wieder wunderschöne Erlebnisse teilen. Fröhlich leben sie ihr Leben und genießen eine wunderbare Zeit mit ihren Freunden der Mäusefamilie. Aber es steht ihnen auch ein sehr schwerer Schicksalsschlag bevor. Sie müssen loslassen und Abschied nehmen. Zum Glück können sie sich aufeinander verlassen und sind füreinander da. Dadurch verstehen und ertragen sie gemeinsam das Unbegreifliche, den Tod eines geliebten Freundes.

Cornelia Wiesner ist Mutter von drei erwachsenen Kindern und wohnt in Bad Wimpfen. Schon als Kind hat sie selbst Bücher geliebt – eine Leidenschaft, die ihr bis heute geblieben ist. Mit ihren Büchern („Freunde“ und „Wohin gehen Freunde“) möchte sie ihre Leser berühren, zum Nachdenken anregen und manchmal vielleicht auch ein wenig wachrütteln. Sie liebt es, wenn sie als Familie zusammenkommen – dann ist es bunt, wild und lustig und neben Gesundheit und Freunden ist für Cornelia Wiesner die Familie das höchste Gut.

Tickets für 5 € hier erwerben

Die Veranstaltung findet am Bildungscampus Heilbronn statt - im Gebäude T/14 Raum TV50

19 Uhr

Erzählen ist eine Kunst, die allen Menschen geschenkt ist. Erzählen fängt für Hermann Bausinger schon beim gemeinsamen Warten auf den Bus an: Dem Schimpfen darauf, dass er schon wieder zu spät kommt und den sich daraus ergebenden Geschichten von Bus-Erlebnissen aller Art. Wie gut, dass der bekannte Kulturwissenschaftler selbst ein begnadeter Erzähler ist. Denn in seinem Buch geht es höchst lebendig und anschaulich um die vielfältigen Spielarten des Erzählens. Er nimmt uns u. a. mit in die reiche Erzählwelt von Märchen und Fabeln, umkreist den Witz der Sprache, beschäftigt sich mit Erzähltheorie und der besonderen Bedeutung des Erzählens im Online-Zeitalter. Vielschichtig und mit wunderbaren Beispielen angefüllt, lässt Bausinger das Erzählen und die Erzählungen leuchten. Denn für ihn ist das Erzählen, unser Umgang mit der Sprache, das, was uns zum Menschen macht.

Hermann Bausinger galt als lebende Legende und wurde schon mal als „Tarzan-Professor“ tituliert. Der Grund: Er bezog auch Comics in seine neue Form der Kulturwissenschaft mit ein und erneuerte und entstaubte das Fach Volkskunde. Bausinger, 1926 in Aalen geboren, war an der Universität Tübingen viele Jahre Leiter des Ludwig-Uhland-Instituts für Empirische Kulturwissenschaft. Er veröffentlichte unzählige Publikationen, erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Preise und war Mitglied vieler Gremien und wissenschaftlicher Gesellschaften. Hermann Bausinger ist am 24. November 2021 in Reutlingen verstorben.

Ulrich Tukur, 1957 geboren, ist nicht nur einer der bekanntesten und renommiertesten deutschen Schauspieler und ein leidenschaftlicher Musiker, sondern hat auch als Schriftsteller großen Erfolg. Für seine Arbeit erhielt er zahlreiche Film- und Fernsehpreise, aber auch Auszeichnungen wie den „Jacob-Grimm-Preis Deutsche Sprache“. Im Tübinger Studio des SWR hat Ulrich Tukur im Herbst 2021 das Hörbuch zu Hermann Bausingers letztem Buch „Vom Erzählen“ eingesprochen.

Tickets sind für 15 € hier erhältlich

19 Uhr

Bonn, 1961: Agent Dan Vanuzzi wird vom französischen Auslandsnachrichtendienst angeheuert, zwei in der BRD untergetauchte Mitglieder der algerischen Befreiungsarmee aufzuspüren. Der Algerienkrieg tobt mittlerweile seit sieben Jahren, und den beiden werden Kriegsverbrechen an französischen Soldaten zur Last gelegt. Um sie zu fangen, muss Vanuzzi seine ganze Kraft und Erfahrung aus zwanzig Jahren Geheimdienst aufbieten. Doch schon nach kurzer Zeit wird klar, dass niemand der ist, der er zu sein scheint. Vanuzzi kontaktiert seinen alten Gefährten Rosenberg, der als Mossad-Agent in der BRD den ehemaligen KZ-Kommandanten Arthur Florstedt aufspüren und nach Israel entführen soll. Rosenberg wird dabei mit seinem eigenen Trauma konfrontiert, der Ermordung seiner Familie im KZ und seinem eigenen Überleben. Vanuzzi und Rosenberg versuchen sich gegenseitig zu helfen und begeben sich in die Abgründe der Geschichte... Ein explosiver Spionageroman um die Traumata Frankreichs und Deutschlands: die koloniale Vergangenheit und der Holocaust.

Martin von Arndt, 1968 als Sohn ungarischer Eltern geboren, lebt als Schriftsteller und Musiker bei Stuttgart und in Essen. Für sein Werk erhielt er zahlreiche Preise und Stipendien. 2014 erschien der Roman Tage der Nemesis im ars vivendi verlag, 2016 folgte Rattenlinien, 2019 Sojus, mit dem er für den Crime Cologne Award nominiert war.

Tickets sind für 10 € hier erhältlich

November

19 Uhr

Kann ein „normaler“ Mann eine Behinderte lieben? Dass Paul normal ist, daran besteht ja wohl – bitte sehr – kein Zweifel: Er ist jung, 26, und Germanistikstudent in Berlin. Und dass Lena behindert ist, muss doch gesagt werden dürfen: Hemiparese – halbseitige Körperlähmung.

Aber wenn Paul ehrlich ist, ist Lena ihm sonst ziemlich überlegen. Beide schreiben, aber nur sie tritt auch mit ihren Texten auf. Das Feuilleton feiert sie sogar als die „Königin der Berliner Lesebühnen“. Und schön ist sie auch noch. Eigentlich Grund genug, sie zu lieben. Lena führt den schüchternen Paul in ihre Welt ein, die Welt der Berliner Künstler und Lebenskünstler, die ihr zu Füßen liegen.

Dann erkrankt Lena an Lymphdrüsenkrebs und die Verhältnisse kehren sich um. Plötzlich muss Paul der Starke sein, denn Lena fällt ab, wird immer blasser, so blass, dass ihre Adern durch die Haut schimmern – Termitenkönigin! Paul muss seinen Ekel vor ihrer Behinderung, ihrer Krankheit und ihrer Glatze überwinden. Denn es gilt, ihre gemeinsame Geschichte aufzuschreiben und sich selbst und ihr am Schreibtisch eine Zukunftshoffnung zu schenken.

Philipp Brotz, geboren 1982 in Calw/Schwarzwald. Nach dem Abitur, Wehrersatzdienst in New York, USA, dann Studium der Germanistik und Romanistik an der Humboldt-Universität zu Berlin und Studium der Politik- und Wirtschaftswissenschaft in Freiburg im Breisgau. Seit 2011 Gymnasiallehrer am Hochrhein. Moderator beim Werkstattgespräch des Literaturhauses Freiburg. Für seine Prosa mehrfach ausgezeichnet, darunter 2016 mit dem Schwäbischen Literaturpreis und 2017 mit dem Jurypreis beim Wiener Book-Slam für das Romanmanuskript „Unter Maulwürfen“. 2018 erhielt er für den Roman „Termitenkönigin“ ein Stipendium des Förderkreises deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg.

Tickets sind für 10 € hier erhältlich

19 Uhr

Der Atlantik hat sich über Nacht von der Küste Floridas zurückgezogen und eine Wüste hinterlassen. Kreuzfahrtschiffe rosten im Sand vor Miami, die Hotels bleiben leer, der Hafenbetrieb ist eingestellt und selbst die Dauerwerbesendungsindustrie liegt am Boden. Mittendrin eine überambitionierte Indie-Game-Programmiererin, eine strauchelnde Arbeiterfamilie, eine junge Soziologin und ein E-Sport-Team aus Wuppertal. Witzig und traurig, düster und labyrinthisch: „Miami Punk“ ist ein Roman über die Bedeutung von Arbeit, über Herrschaft und Macht und über einsame Nächte vor dem Computer.

Juan S. Guse ist Autor und Soziologe. Zuletzt erschien sein Roman "Miami Punk" bei S. Fischer.

Tickets sind hier für 10 € erhältlich

15 Uhr

Können Schaf und Wolf sich gut verstehen? Ein Buch über Freundschaft und Vertrauen. In der kalten Winternacht stapft der hungrige Wolf durch den Schnee. Als er auf ein argloses Schaf trifft, kann er es zu einer gemeinsamen Schlittenfahrt überreden – mit einem klaren Ziel: Er will das Schaf fressen! Doch der Ausflug gerät zu einer lustigen und wunderbaren Reise durch die Nacht. Und nimmt schließlich eine überraschende Wendung. Der Kinderbuchklassiker von Maritgen Matter und Anke Faust ist ein (Vor-)lesevergnügen für die dunkle Jahreszeit.

Tickets hier für 5 € erhältlich

16 Uhr

Morgen wird alles anders oder jetzt ist auch schon egal. So leben die Bewohner des heruntergekommenen rheinischen Kurorts Villrath. Seit die lokale Heilquelle vor Jahren versiegte, stehen die Gästezimmer leer. Da fördern Bauarbeiten ein mineralhaltiges Rinnsal zutage. Was könnte den Glanz vergangener Tage zurückbringen, wenn nicht das gute alte Heilwasser?

Vera, letzte Trägerin der Villrather Nixenkrone und Wirtin des „Stübchen“, beschließt gegen jede Vernunft, einen alten Jugendtraum wiederzubeleben. Notfalls mit Lug und Trug. Der alte Kamps bringt sich mit Klappstuhl und Gewehr gegen die Dämonen der Vergangenheit in Angriffsstellung. Und während die Erwachsenen abgelenkt sind, bricht Johannes auf in Richtung Freiheit oder was er dafür hält.

Janine Adomeit, 1983 in Köln geboren, studierte Literatur- und Sprachwissenschaft. Sie nahm an der Schreibwerkstatt der Jürgen Ponto-Stiftung und an der Autorenwerkstatt Prosa des Literarischen Colloquiums Berlin teil. Sie lebt und arbeitet als Autorin und Texterin in Flensburg. „Vom Versuch, einen silbernen Aal zu fangen“ ist ihr Debütroman und wurde mit dem Literaturpreis "Debüt des Jahres 2022" ausgezeichnet.

Tickets sind hier für 10 € erhältlich

Die Veranstaltung findet im Schießhaus Heilbronn statt

19 Uhr

In Kooperation mit dem Literaturhaus Heilbronn richtet der SWR seine monatliche Bestenliste für den Monat Dezember im Schießhaus in Heilbronn aus. Die SWR Bestenliste empfiehlt seit über 40 Jahren verlässlich monatlich zehn lesenswerte Bücher, unabhängig von Bestsellerlisten. Nicht die Bücher, die am häufigsten verkauft werden, bestimmen die Liste, sondern eine Jury, bestehend aus 30 namhaften Literaturkritiker:innen, wählt die Bücher aus, denen sie möglichst viele Leser:innen wünscht  In Heilbronn diskutieren mit SWR-Literatur-Redakteur Carsten Otte Sandra Kegel (Frankfurter Allgemeine Zeitung), Christoph Schröder (Süddeutsche Zeitung) und Beate Tröger (Deutschlandfunk).

19 Uhr

Wie viel Religion verträgt der säkulare Staat? Und wie viel an einer Demokratie verträgt die Religion? Diese Fragen untersucht der international renommierte Ethiker und Philosoph Otfried Höffe in diesem herausragenden Essay. Die Begegnungen von Politik und Religion bringen oft Konflikte mit sich, das Thema ist höchst aktuell. Wie damit umgehen? Das erörtert Höffe und blickt dabei auch zurück zu der säkularen Antike auf den Weg in die Moderne. Interessant, dass schon Aristoteles in seiner Moral- und Politiktheorie vollständig auf Religion und Theologie verzichtete. Begründungsmuster für eine verbindliche Rechtsmoral, die ohne Religion auskommt, haben also eine lange Tradition. Höffe umkreist in seinem Essay u. a. den "Wert" der Religion, widmet sich dem Thema Verzicht und geht auf mögliche Gefahren ein, die seitens der Religion und Religionsgemeinschaften gegenüber der Demokratie drohen können.

Otfried Höffe lehrte Politische Philosophie u.a. in Fribourg, Zürich, Sankt Gallen und zuletzt viele Jahre lang in Tübingen, wo er als inzwischen emeritierter Professor auch die entsprechende Forschungsstelle leitet. Er ist Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, der Deutschen  Nationalakademie Leopoldina und Honory Professor an der Tsinghua Universität in Peking sowie der HUST in Wuhan. Weit über Deutschland hinaus ist er bekannt für seine zahlreichen Veröffentlichungen zur Politischen Philosophie, Moralphilosophie und angewandten Ethik sowie zu Aristoteles und Kant. Seine Bücher wurden in mehr als zwanzig Sprachen übersetzt; aktuelle Aufsätze von ihm erscheinen meist in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sowie der Neuen Zürcher Zeitung.

Tickets sind hier für 5 € erhältlich

 

Dezember

15 Uhr

In jedem Land wird Weihnachten ein wenig anders gefeiert. Dieser Vorlesenachmittag mit den schönsten Winter- und Weihnachtsgeschichten aus aller Welt nimmt uns mit auf die Reise und stimmt uns ein auf die wunderbare Adventszeit.

Tickets sind hier für 5 € erhältlich

 

19 Uhr

Die Autorin Birgit Heiderich ist für ihren Einsatz für weibliche Schriftstellerinnen bekannt. Im Literaturhaus liest sie aus ihren verschiedenen Werken, darunter ihr Erfolgsroman „Sterben hat seine Zeit“ und ihr zuletzt im S.Fischer erschienenes Buch „Feuerspur“.

„Feuerspur“: Vom Zauber eines italienischen Sommers, dem Leben in einem weltabgeschiedenen Dorf, von einem Mann und einer Frau, die zwar das Alter der Weitsichtigkeit erreicht haben, jedoch gegen eine verbotene Leidenschaft nicht gefeit sind, erzählt diese heiter-melancholische Liebesgeschichte.

„Sterben hat seine Zeit“: Ein Mädchen wird traumatisiert durch den Unfalltod des Vaters, die Mutter überlebt. Das Kind glaubt fortan, für die Mutter ganz und gar verantwortlich zu sein. Und dieses Gefühl der Inpflichtnahme und Verantwortung drängt sich der Tochter urplötzlich wieder auf, als die Mutter im Alter schwer erkrankt. Diese Gewissheit, ab jetzt Schritt für Schritt, Wegstück für Wegstück, der Mutter Sterben miterleben zu müssen! Wie die Tochter versucht, schreibend mit der eigenen Angst fertig zu werden, sie zu bannen, davon erzählt dieses Buch. Birgit Heiderich, ihr Buch, schaut hin. Und wagt es, den Blick nicht abzuwenden, nichts zu verschleiern. Es zeigt, was zu hören und zu sehen und zu ertragen ist, wenn ein Mensch und eine Mutter dazu langsam zum Ende kommt, stirbt.

 

Birgit Heiderich wurde 1947 in Schermbeck geboren. Sie studierte Philosophie, Theologie und Pädagogik an der Universität Bonn. Später war sie Redakteurin an der Universitätsbibliothek Tübingen. Sie erhielt im Jahr 2020 den Maria-Ensle-Preis für ihr Lebenswerk. Bis zu ihrer Pensionierung arbeitete sie als Lehrerin. Sie lebt in Freiburg.