Kontrastansicht zur Hauptnavigation zum Hauptinhalt
0

Veranstaltungen und Mediathek

Tipp

Für alle Veranstaltungen des Literaturhauses Heilbronn gilt: Beachten Sie die derzeitigen Corona-Verordnungen des Landes Baden-Württemberg. Mehr Informationen finden Sie hier.  Außerdem gilt: Maskenpflicht auf dem Veranstaltungsgelände und nach Möglichkeit Abstand halten.

Januar

18 Uhr

Der Bundespräsident gilt gemeinhin als Staatsoberhaupt mit geringer Machtausstattung. Und doch haben alle Amtsinhaber – und zwar jeder auf seine individuelle Weise – durch ihr Reden und Handeln die politischen Geschicke Deutschlands mitbestimmt. In spektakulären Ausnahmen haben sie sogar eine herausgehobene Rolle eingenommen. Welche Gestaltungsmöglichkeiten hat ein Bundespräsident? Welche nutzten die Amtsinhaber, welche ließen sie brachliegen? Wie agierten sie im Kompetenzstreit mit anderen Verfassungsorganen?

Karl-Rudolf Korte studierte Politikwissenschaft, Germanistik und Pädagogik in Mainz und Tübingen. Er promovierte an der Universität Mainz und habilitierte sich im Fach Politische Wissenschaften an der Universität München. Nach Vertretungsprofessuren in Trier, Köln, München und Duisburg ist er seit 2002 Professor für Politikwissenschaft an der Universität Duisburg-Essen. Er war geschäftsführender Direktor am Institut für Politikwissenschaft der Universität Duisburg-Essen. Seit der Gründung im Jahr 2006 ist er Direktor der NRW School of Governance. Er war außerdem Dekan der Fakultät für Gesellschaftswissenschaften der Universität Duisburg-Essen.

Kooperationsveranstaltung des Literaturhauses Heilbronn mit dem Otto Kirchheimer Preis e. V.

Tickets für 5 € 

Februar

19 Uhr

Im Mai 1940 beginnt Anna Haag, 52 Jahre alt und Journalistin, ein schonungslos offenes und regimekritisches Tagebuch zu führen, das sie über Jahre im Kohlenkeller versteckt. Sie hört ihren Mitmenschen genau zu – in der Straßenbahn, bei Behördengängen oder in Geschäften. In
pointierten Skizzen hält sie fest, was ganz gewöhnliche Deutsche schon während des Zweiten Weltkriegs über die Judenvernichtung und die Verbrechen des NS-Regimes wussten. Sie erzählt mit Ironie und Klarheit von Hamsterfahrten im Stuttgarter Umland, von verbotenen Treffen zum BBC-Hören oder von Wortgefechten mit ihrem Lieblingsgegner, dem regimetreuen Apotheker.
Die Aufzeichnungen der späteren Politikerin sind erstmals vollständig in der von Anna Haag selbst vorbereiteten Zusammenstellung erschienen – herausgegeben und kommentiert von Jennifer Holleis, geb. 1980, Politologin und Journalistin. Sie beschäftigt sich seit 2012 mit Anna Haags Tagebüchern. Platz 1 „Historisches Buch des Jahres“ beim DAMALS-Buchwettbewerb in der Rubrik „Autobiographisches“.


Diese Veranstaltung ist eine Kooperation mit Konsequent e.V.

 

Tickets für: 5 € 

19 Uhr in der Sparkasse Heilbronn, "Unter der Pyramide"

In der Reihe "Europa am Scheideweg?"

So wie es in Europa ein zwischen Faszination und Verachtung schwankendes Russland-Bild gibt, so gibt es auch in Russland ein weit gespanntes und spannungsreiches Europa-Bild: Europa als Ort der Kultur und Ausgangspunkt von Bedrohung und Aggression, Europa als Orientierungspunkt für die eigene Entwicklung und als Kontinent, von dem man sich abwendet, weil er seine eigenen Werte verrät. Keine Generation russischer Denker, Dichter oder Ideologen, die sich nicht zu Europa – als zivilisatorisches Vorbild oder als Schreckensbild der Dekadenz - geäußert hätte.

Karl Schlögel ist 1948 im Allgäu geboren, studierte Soziologie, Philosophie und Osteuropäische Geschichte an der Freien Universität in Berlin, Moskau und Leningrad. 1991 bis 1994 war er Professor für Osteuropäische Geschichte an der Universität Konstanz, 1995 bis zur Emeritierung 2013 an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt an der Oder. Schwerpunkte seiner Arbeit waren die Geschichte Russlands im 20. Jahrhundert, die Stadtkulturen des mittleren und östlichen Europa, die Rolle des Raums in der Geschichte. Visiting scholarships und Stipendien führten ihn nach Budapest, Oxford, Uppsala, Moskau, Los Angeles. Zu seinen Publikationen gehören: Moskau lesen (1984), Petersburg – Laboratorium der Moderne (1986), Die Mitte liegt ostwärts (1986), Im Raume lesen wir die Zeit (2003), Terror und Traum – Moskau 1937 (2008), Das sowjetische Jahrhundert (2017), Duft der Imperien – Chanel No 5 und Rotes Moskau (2020), die auch in zahlreichen Übersetzungen erschienen. Zu seinen Auszeichnungen gehören der Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa, der Preis der Leipziger Buchmesse, der Preis der Historischen Kollegs, der Franz-Werfel-Menschenrechtspreis. Er ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und Träger des Ordens pour le mérite. Er lebt in Berlin.

Moderation: Prof. Dr. Erich Pelzer

Erich Pelzer, geboren 1950, ist Historiker, studierte Geschichte, Politikwissenschaft und Romanistik in Freiburg i. Brsg. und Paris. Von 2001 bis zu seiner Emeritierung 2016 war er Professor für Neuere Geschichte an der Universität Mannheim. Seine Arbeitsschwerpunkte sind die Geschichte Westeuropas in der Frühen Neuzeit, die Französische Revolution und das Zeitalter Napoleon Bonapartes.

Eintritt frei: Eintrittskarten gibt es online unter www.ksk-hn.de/veranstaltungen, über das Kunden Center der Kreissparkasse Heilbronn Tel. 0800 1620500 (kostenlos) oder in allen Filialen der Kreissparkasse Heilbronn. Einlass 45 Minuten vor Veranstaltungsbeginn.

19 Uhr

„Nichts, nur“ von Walle Sayer ist das Logbuch eines Sprachkünstlers. „Nichts, nur“ versammelt Gedichte, Prosagedichte und Erzählminiaturen von Walle Sayer aus 35 Jahren: Lesebuch, Kompendium, Querschnitt und Zwischensumme zugleich. Walle Sayer, der große Lyriker aus Baden-Württemberg, streift in seinen Texten Gegenden, Landschaften, Orte, ein Figurenkabinett, die Herkunft,
der Historienhauch, das Antlitz der Dinge, Wortfährten, Alltagsbühnen.


Walle Sayer, 1960 in Bierlingen bei Tübingen geboren, lebt in Horb am Neckar und schreibt Gedichte und Prosa. Er veröffentlicht seit 1984 und erhielt über die Jahre namhafte Stipendien und Auszeichnungen, u.a. den Berthold-Auerbach-Preis, den Thaddäus-Troll-Preis, den Basler und
den Gerlinger Lyrikpreis, 2020/21 das Jahresstipendium des Deutschen Literaturfonds. Er ist Mitglied im Verband deutscher Schriftsteller und im Deutschen PEN.

 

Diese Veranstaltung ist eine Kooperation mit der Katholischen Erwachsenenbildung in der Reihe„Über Gott (und die Welt) sprechen“ und findet im Literaturhaus Heilbronn statt.

 

Tickets für 10 €

18 Uhr

In der Reihe: Blaue Stunde im Literaturhaus Heilbronn.

 

Kleine Stadt, große Bühne: die Fehden des konservativen und liberalen Heilbronn über die Jahrzehnte wirken modellhaft wie die Rollenverteilung in Heinrich Manns „Der Untertan“, in dem ein 1848er am aufsteigenden Untertanengeist verzweifelt. Die Geschichte des Romans ist enger mit Heilbronn verbunden, als viele glauben.

Joo Peter liest auch aus dem Manuskript des kommenden Buches „Muster der Macht“ über die bewegte Biographie der jüdischen Kunsthändler Siegfried Aram und Heinrich Grünwald aus Heilbronn. Nach investigativen Recherchen entdeckte Joo Peter dazu Raubkunst im Metropolitan Museum New York und veröffentlichte den Fall mit der New York Times.


Joo Peter wurde 1966 in Stuttgart geboren und ist Autor und Filmemacher. Er studierte an der Kunstakademie Stuttgart sowie der Filmhochschule Potsdam-Babelsberg (HFF). Er brachte
seine künstlerische Arbeit seit 1990 in Theater, Film und Fernsehen ein und übt seit 2003 eine Lehrtätigkeit in den Fächern „Kunst und Intermediales Gestalten“ in Stuttgart, Sindelfingen, Heilbronn und Ludwigsburg aus.

 

Tickets für 5 € 

15 Uhr

Dass Theresa, um die sechzig und Bäuerin, sich plötzlich krank fühlt, bringt alle Gewissheiten ins Wanken. Die erwachsenen Kinder müssen anreisen, von wo auch immer es sie hin verschlagen hat, um endlich wieder miteinander zu reden. Theresas Mann muss lernen, Hilfe und Gefühle zu akzeptieren. Und selbst der zwölfjährige Daniel muss seinem verbohrten Onkel Max entschlossen entgegentreten, um seinen einzigen wirklichen Freund zu schützen. Theresa aber schweigt, findet keine Worte, keinen Weg.

Mit großer Präzision und archaischer Kraft und Empathie erzählt Dominik Barta in seinem Debütroman von den Menschen und den Umständen. Er schreibt eine große Tradition der österreichischen Literatur fort und geht dorthin, wo die Provinz heute politisch ist.

Dominik Barta, geboren 1982 in Oberösterreich, studierte in Wien, Bonn und Florenz. Er gewann 2009 den ZEIT-Essaywettbewerb und 2017 einen Ö1 Literaturwettbewerb und schreibt auch fürs Theater. „Vom Land“ ist sein Debütroman.

Tickets für 10 € 

März

15 Uhr

Das Dorf liegt in Nordsyrien, nahe zur Türkei. Jeden Sommer verbringt Leyla dort. Sie riecht und schmeckt es. Sie kennt seine Geschichten. Sie weiß, wo die Koffer versteckt sind, wenn die Bewohner wieder fliehen müssen. Leyla ist Tochter einer Deutschen und eines jesidischen Kurden. Sie sitzt in ihrem Gymnasium bei München, und in allen Sommerferien auf dem Erdboden im jesidischen Dorf ihrer Großeltern. Im Internet sieht sie das von Assad vernichtete Aleppo, die Ermordung der Jesiden durch den IS, und gleich daneben die unbekümmerten Fotos ihrer deutschen Freunde. Leyla wird eine Entscheidung treffen müssen.

Ronya Othmann wurde 1993 in München geboren und studiert am Literaturinstitut Leipzig. Sie erhielt unter anderem den MDR-Literaturpreis, den Caroline-Schlegel-Förderpreis für Essayistik, den Lyrik-Preis des Open Mike und den Publikumspreis des Ingeborg-Bachmann-Wettbewerbs, war 2018 in der Jury des Internationalen Filmfestivals in Duhok in der Autonomen Region Kurdistan, Irak, und schreibt für die taz gemeinsam mit Cemile Sahin die Kolumne „OrientExpress“ über Nahost-Politik.

Tickets für 10 €

15 Uhr

Ein neues Abenteuer vom Räuber Hotzenplotz aus den Anfängen seiner Räuberkarriere für Jungen und Mädchen ab 6 Jahren. Ursprünglich von Otfried Preußler als Puppenspiel geschrieben, wiederentdeckt und nun zum Kinderbuch ergänzt von seiner Tochter Susanne Preußler-Bitsch. Buch zum Vor- und Selbstlesen für die Grundschule, mit vielen bunten Illustrationen. Wachtmeister Dimpfelmoser steht der Schweiß auf der Stirn. Grund dafür: Der berüchtigte Räuber Hotzenplotz ist mal wieder ausgebrochen. Was für eine Katastrophe! Denn jeder weiß: Der Räuber Hotzenplotz ist der gefährlichste Räuber im ganzen Landkreis. Seppel und Kasperl sind fest entschlossen, den Räuber wieder einzufangen – und haben eine grandiose Idee. Sie wollen ihn ein für allemal auf den Mond schießen!

Diese Veranstaltung ist eine Kooperation mit dem Haus der Familie Heilbronn und findet im Literaturhaus Heilbronn statt.

Ab 6 Jahren.

Eintritt: 5 €, Anmeldung über www.hdf-hn.de 

15 Uhr

Rumänien 1989: Hitze und Schwüle liegen über dem Land. Das Ceaușescu-Regime scheint die Zügel fest in der Hand zu haben. Das hochstehende Getreide versperrt den Blick zur Grenze. Doch der Gedanke an Flucht liegt verlockend und quälend nahe, noch weiß niemand, was kommt. In einem Dorf im Banat, weit weg von Bukarest, erlebt Anna einen Spätsommer von dramatischer und doch stiller Intensität. Sie ist hin- und hergerissen, nicht zuletzt zwischen Hans, ihrem Geliebten, und Misch, dem gemeinsamen Freund. Bei wem will sie bleiben? Mit wem will sie gehen? Ist Hans ein Spitzel, wie Misch vermutet?

Nadine Schneider studierte Musikwissenschaft und Germanistik in Regensburg, Cremona und Berlin. Sie veröffentlichte Kurzgeschichten in Anthologien, war mehrfach Stipendiatin der Bayerischen Akademie des Schreibens. Für „Drei Kilometer” erhielt sie den Hermann Hesse Förderpreis 2020, den Literaturpreis der Stadt Fulda 2020, den Bloggerpreis für Literatur „Das Debüt 2019“ und den Förderpreis des Vera-Doppelfeld-Preises 2020.

Tickets für 10 €

19 Uhr

„Das Schreiben hört nicht auf, es quält mich, endloser Schneefall“, heißt es an einer Stelle in diesem Band. An einer anderen: „Aus Platzgründen schreibe ich Gedichte“ – und man kann sich fragen, weil sie kürzer sind oder weil darin mehr Platz hat? Mehr Schnee, mehr Hinterland mit Bahnübergängen, Fahrradständern, Löschteichen und den Wolken darin, mehr Unstillbares, mehr Sehnsucht. Eine Notiz lautet: „Einsamkeit: Die erste Person Singular ist in der Mehrzahl“ – also immerhin nicht allein. Und das trifft auch auf diese Gedichte zu: Sie schauen einander ähnlich, sie würden einander erkennen können, auch an dem Ich, von dem sie handeln. Es versöhnt einen, vielleicht auch mit der eigenen Einsamkeit, von diesem Ich zu wissen, von seinem Alltag, den es nüchtern beobachtet und dem es gleichzeitig Bilder und Verse von überraschender Leuchtkraft abgewinnt. Diese Gedichte sind groß, groß genug für Gegensätze und Selbstwidersprüche, und sie nehmen sich zurück, als hätten sie sich gekürzt. Sie sind das, was übrig bleibt, wenn das Ich – „Ein Niemand / Unvergessen“ – gestrichen ist.

Ulrich Koch, geboren 1966 in Winsen an der Luhe, lebt östlich von Lüneburg und arbeitet als Angestellter in Hamburg. Als Dichter wurden ihm der Förderpreis des Stuttgarter Schriftstellerhauses (2007) und der Hugo-Ball-Förderpreis 2011 verliehen.

Diese Veranstaltung ist eine Kooperation mit der Katholischen Erwachsenenbildung in der Reihe „Über Gott (und die Welt) sprechen“

Tickets für 10 €

19 Uhr

Auf einem Festival für Literatur und Musik begegnet Anne Stéphane. Gerade ist ihr Debütroman erschienen. Aus ein paar Blicken und einem ersten Gespräch entwickelt sich ein Mailwechsel. Stéphane, etablierter Sänger, trägt ihr eine heimliche Liebesgeschichte an. Anne zögert. In der Phantasie wirkt alles leicht, aber in der Realität gibt es ihren Mann, ihre Kinder, das ganze bürgerliche Leben. Anne verwirft das Manuskript, an dem sie gearbeitet hat, und beginnt ein neues. Sie schreibe, um etwas herauszufinden, sagt sie. Oder doch, um die Kontrolle über den Fortgang der Geschichte zu behalten? Plötzlich sieht sie sich um Jahre zurückversetzt, in eine Zwischenzeit noch voller Möglichkeiten. Im Ferienhaus ihrer Freundin in der Bretagne wartet Anne auf Stéphane. Und während sie am Ende der Welt nach einer Sprache sucht, mit der sich nicht nur ihr Leben zurechterzählen lässt, wird die Frage immer lauter, ob man etwas tatsächlich leben muss, damit es wahr wird.

Daniela Engist, 1971 bei Schwäbisch Gmünd geboren, lebt mit ihrer Familie in Freiburg und arbeitete als freie Journalistin und PR-Managerin. Nach 13 Jahren bei multinationalen Konzernen in der Schweiz tauschte sie Brot gegen das Dasein als Schriftstellerin. „Lichte Horizonte“ ist ihr zweiter Roman.

Diese Veranstaltung ist eine Kooperation mit der VHS Heilbronn und findet im Literaturhaus Heilbronn statt.

Tickets für 10 €

18 Uhr

Als die Autorin zur 50-jährigen Jubiläumsfeier ihrer ehemaligen High School in Kalifornien eingeladen wird, denkt sie wegen der großen Entfernung nicht an eine Zusage. Doch als sie gerade zu dieser Zeit bei der Entrümpelung der Wohnung ihrer Mutter auf ein Päckchen Briefe stößt, die sie während ihres Schüleraufenthalts 1966 nach Hause geschrieben hatte, kommt die Erinnerung mit Macht zurück. Die Veränderungen, die in den letzten 50 Jahren nicht nur in den USA stattgefunden haben, lassen erstaunen, bringen zum Schmunzeln und regen zum Nachdenken an.

Die Heilbronner Autorin war als Austauschschülerin ein Jahr in Südkalifornien und studierte am Istanbuler Robert College Anglistik, Türkisch und Linguistik.  Anschließend war sie 16 Jahre lang als Sprachlehrerin an der Boğaziçi - Universität tätig. In jener Zeit promovierte sie auch an der Istanbuler Universität. Zurück in Deutschland, studierte sie ein Jahr lang auf Lehramt an Gymnasien, absolvierte das vorgesehene Referendariat und war anschließend bis zum Ruhestand als Gymnasiallehrerin tätig. Zu ihren Publikationen gehören „California 1966“ (2020 auf Deutsch, 2021 auf Englisch), „Fatma“ (2014) und „Unterwegs nach Üsküdar“ (2011).

Tickets für 5 €

Weitere Termine 2022

19 Uhr in der Sparkasse Heilbronn, "Unter der Pyramide"

In der Reihe "Euopa am Scheideweg?"

Ein immer noch fremd anmutendes, von Kriegen und Katastrophen zerklüftetes Gebiet beginnt östlich von Deutschland und erstreckt sich über Russland bis zum Orient. Navid Kermanis Reise, im Auftrag des „Spiegel“, führt entlang den Gräben, die sich gegenwärtig in Europa neu auftun: von Köln, seiner Heimatstadt, nach Osten bis ins Baltikum und von dort südlich über den Kaukasus bis nach Isfahan, die Heimat seiner Eltern. Mit untrüglichem Gespür für sprechende Details erzählt er in seinem Reisetagebuch von vergessenen Regionen, in denen auch heute Geschichte gemacht wird.

Navid Kermani, geboren 1967 in Siegen, lebt als freier Schriftsteller in Köln. Er ist habilitierter Orientalist und Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung sowie des 1. FC Köln. Von 2000 bis 2003 war er Long Term Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin, von 2009 bis 2012 Senior Fellow am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen. Das Jahr 2008 verbrachte er als Stipendiat der Villa Massimo in Rom. Er hielt die Poetikvorlesungen in Frankfurt, Göttingen und Mainz; Gastprofessor war er an der Universität Frankfurt, an der Kunsthochschule für Medien in Köln sowie am Dartmouth College in den Vereinigten Staaten. Für seine Romane, Essays, Reportagen und Monographien erhielt Navid Kermani unter anderem den Kleist-Preis, den Hölderlin-Preis, den Joseph Breitbach-Preis sowie den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.
 

Moderation: Dr. Anton Knittel

Anton Knittel, geboren 1961, Studium der Germanistik und katholischen Theologie in Tübingen und Wien; Promotion; zahlreiche Publikationen zur Literatur vom 17. Jh. bis zur Gegenwart; Leiter des Literaturhauses Heilbronn.

Eintritt frei: Eintrittskarten gibt es online unter www.ksk-hn.de/veranstaltungen, über das Kunden Center der Kreissparkasse Heilbronn Tel. 0800 1620500 (kostenlos) oder in allen Filialen der Kreissparkasse Heilbronn. Einlass 45 Minuten vor Veranstaltungsbeginn.