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Ulf Erdmann Ziegler: Eine andere Epoche

Mittwoch, 4. Mai, 19 Uhr, Literaturhaus

Mit seinem vielgelobten Politroman „Eine andere Epoche“, der unter anderem den rechten NSU-Terror sowie die Suche nach Identität nach der Wiedervereinigung in den Blick nimmt, gastiert der mehrfach ausgezeichnete Schriftsteller Ulf Erdmann Ziegler am Mittwoch, 4. Mai, 19 Uhr, im Literaturhaus am Trappensee. Karten gibt es für 10 Euro unter: https://diginights.com/literaturhaus.

Zieglers „Eine andere Epoche“ erzählt auch davon, wie dieses Land zu dem wurde, was es heute ist. Der Bundestagsroman beginnt im Herbst 2011, als in Eisenach ein ausgebranntes Wohnmobil gefunden wird. Das Ende einer rechtsextremen Terrorzelle stellt die noch junge Berliner Republik vor nahezu unlösbare Fragen. Plötzlich zur moralischen Instanz erhoben, brilliert der Abgeordnete Andi Nair als Vorsitzender des eingesetzten Untersuchungsausschusses. Protokolliert wird das Geschehen von seinem Büroleiter Wegman Frost, der das Versagen der Behörden kaum fassen kann. Als Pflegekind mit ungewisser Herkunft hatte ihn sein Einsatz gegen Fremdenhass in die Politik geführt. Damit ist er nicht allein: Sein Jugendfreund, Flo Janssen – einst als namenloses Baby aus dem brennenden Saigon ausgeflogen –, steht jetzt am Rednerpult des Reichstags und verkündet neoliberale Ideen. Der ist nicht irgendjemand, er ist der Vizekanzler.

Ulf Erdmann Ziegler, geboren 1959 in Neumünster/ Holstein. Sein Roman „Hamburger Hochbahn“ stand auf Platz 1 der SWR-Bestenliste, 2008 erhielt er den Friedrich-Hebbel-Preis. 2012 erschien „Nichts Weißes“, später nominiert für den Deutschen Buchpreis und den Wilhelm-Raabe-Literaturpreis.