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Über die Theaterwelt im Nationalsozialismus

„Kein Schlussstrich!“ - Vortrag am Freitag, 5. November

Über die Theaterwelt im Nationalsozialismus hält der Berliner Publizist Kai Köhler am Freitag, 5. November, 19 Uhr, einen Vortrag im Literaturhaus Heilbronn. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe „Kein Schlussstrich!“ des Theaters Heilbronn und in Kooperation mit der Internationalen Peter-Weiss-Gesellschaft statt. Tickets gibt es für fünf Euro online unter https://diginights.com/literaturhaus.

Obwohl die Kulturpolitik der Nazis gleichgeschaltet war, war das Theater zur Zeit des Nationalsozialismus keine monolithische Einrichtung. Der Politik- und Literaturwissenschaftler Kai Köhler erläutert, dass mehrere Akteure mit unterschiedlichen, zum Teil gegensätzlichen Vorstellungen die Theaterpolitik zu lenken versuchten, darunter Curt Langenbeck als Vertreter der neuklassischen Tragödie und Eberhard Wolfgang Möller, dessen Stück „Das Frankenburger Würfelspiel“ die Gattung des Thingspiels repräsentiert, eine Massenveranstaltung, die das Verhältnis von „Führer“ und „Gefolgschaft“ veranschaulicht.

Kai Köhler, geboren 1964, studierte Literatur- und Politikwissenschaft in Marburg, wo er über die Germanistik im Dritten Reich promovierte. Nach einer Gastprofessur und einem Lehrauftrag in Seoul lebt er als Publizist in Berlin. Neben Forschungsbeiträgen und Kurzgeschichten verfasste er zahlreiche Literatur-, Film-, Musik- und Theaterkritiken.