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Galsan Tschinag und der Altai

Stammesfürst, Autor und Schamane liest im Literaturhaus (Hybrid)

Am Sonntag, 5. Dezember, um 15 Uhr begrüßt das Literaturhaus Heilbronn einen besonderen Gast. Das Altaigebirge im äußersten Nordwesten der Mongolei ist Heimat des international bekannten Schriftstellers Galsan Tschinag. Er ist zugleich Stammesoberhaupt und Schamane der dort lebenden Tuwa-Nomaden. „Wir sind sehr froh, dass wir diesen außergewöhnlichen Autoren für eine Lesung im Literaturhaus gewinnen konnten,“ resümiert Literaturhaus-Leiter Dr. Anton Knittel, der schon früher mit und über Galsan Tschinag gearbeitet hat.

Galsan Tschinag wurde 1943 als Sohn eines tuwinischen Sippenhäuptlings in einer Jurte geboren. Ab seinem fünftem Lebensjahr wurde er von seiner Großtante Pürwü in der traditionellen schamanischen Heilkunst unterrichtet. Als Student erhielt er ein Stipendium zum Studium der Germanistik in der damaligen DDR, in Leipzig. Nach dessen erfolgreichem Abschluss war Galsan Tschinag der erste Germanist der Mongolei und arbeitete als Hochschullehrer, Übersetzer und Journalist. Aufgrund seiner Kritik am kommunistischen Regime musste er seine Bücher zeitweise verstecken und begann, vorwiegend auf Deutsch zu schreiben. Nach der Wende wurde er freier Schriftsteller und ist Träger zahlreicher Literaturpreise sowie des deutschen Bundesverdienstkreuzes. Von ihm sind über 30 Bücher in deutscher Sprache erschienen.

Er liest am Sonntag, 5. Dezember aus seinem Erzählband „Mein Altai“ und aus dem Buch „Kennst du das Land“, in dem er von seinem Ankommen in Leipzig erzählt und über die unterschiedlichen Lebensrealitäten in Europa und in der Mongolei reflektiert.

Für einen Besuch der Veranstaltung muss zusätzlich zu einem Impf- oder Genesenennachweis noch ein tagesaktueller Test vorgelegt werden. Die Veranstaltung findet hybrid statt und kann auch im Stream verfolgt werden.

Präsenztickets sind für 10 €, Streaming-Tickets für 5 € unter https://diginights.com/literaturhaus erhältlich.